WTA Madrid: Potapova nimmt die Nummer 2 der Welt raus
Der Erfolgslauf von Anastasia Potapova bei den Mutua Madrid Open als Lucky Loserin ist auch zu Beginn der zweiten Turnierwoche weitergegangen. Die Neo-Österreicherin steht bei der Sandplatz-Großveranstaltung in Spaniens Hauptstadt ein nunmehr viertes Mal in ihrer Karriere nach Dubai 2021, Miami 2023 und Indian Wells 2024 im Viertelfinale eines WTA-1000-Events, die höchste Kategorie im Profizirkus nach den Grand Slams. Und dies nach einem beeindruckenden Sieg: Die 25-Jährige (WTA 56) nahm in der Nightsession im Manolo Santana Stadium in der Nacht von Montag auf Dienstag knapp nach Mitternacht sensationell die Nummer zwei der Welt und zugleich der Setzliste raus. Mit einem 7:6 (8), 6:4 gegen die Kasachin Elena Rybakina, ihres Zeichens Wimbledon-Gewinnerin 2022 und amtierende Australian-Open-Titelträgerin, zog Potapova unter die letzten Acht ein. Dort fordert sie dann am Mittwoch im Kampf um ihre erste 1000er-Halbfinalteilnahme die Ex-Weltranglistenerste Karolína Plísková aus Tschechien (WTA 197), die in Runde eins Sinja Kraus (WTA 104) erst nach hartem Kampf mit 2:6, 6:1, 6:4 eliminiert hatte.
Potapova hatte im Qualifikationsfinale gegen ihre ÖTV-Kameradin Kraus das Nachsehen gehabt, war allerdings dank der Absage von Madison Keys (USA), deren Freilos sie zudem erbte, gleich direkt in die zweite Hauptbewerbsrunde nachgerückt. Nach einem 6:3,-6:1-Erfolg gegen die Chinesin Shuai Zhang (WTA 65) am Freitag und einem 4:6, 6:4, 6:4 über die auf 21 gesetzte Ex-French-Open-Triumphatorin Jelena Ostapenko aus Lettland (WTA 40) am Sonntag ließ sich die kürzliche Finalistin des Upper Austria Ladies Linz nun auch von Rybakina nicht stoppen. Zwar sah sich Potapova – nach anfänglicher 2:0- und 3:1-Führung – mit einem 3:5-Rückstand konfrontiert, mit viel Kampfgeist entschied sie den ersten Satz aber noch für sich. Sie wehrte bei 6:7 im Tiebreak gar einen Satzball ab und verwertete selbst ihren dritten, mit einem spektakulären Rückhand-Longline-Winner im Fallen. Im zweiten Durchgang geriet sie nach zwei umkämpften Games mit 2:4 abermals ins Hintertreffen, verlor danach allerdings kein Game mehr. Mit einem glänzenden Finish von 11:1 in Punkten stellte sie ihren Aufstieg sicher. Im Liveranking nimmt Potapova im Moment Platz 50 ein. Bei einem weiteren Sieg in Madrid würde die Ex-Weltranglisten-21. voraussichtlich unter die Top 40 zurückkehren.