WTA-Challenger Curitiba: Grabher unterliegt erst im Finalkrimi
Einige Stunden nach der knappen Finalniederlage von Lilli Tagger beim WTA-250-Turnier in Guangzhou (China) hat Kalenderwoche 44 auch für eine weitere ÖTV-Dame mit einem zweiten Platz geendet. Julia Grabher musste sich beim WTA-125-Sandplatz-Challenger in Curitiba (Brasilien) am Sonntagabend nach MEZ ebenso nach Satzführung hauchdünn geschlagen geben. Die auf zwei gesetzte Vorarlbergerin (WTA-Rang 122) unterlag Alice Tubello aus Frankreich (WTA 207) nach einem 3:22-stündigen Finalkrimi mit 6:3, 6:7 (5), 6:7 (2). Die 30-Jährige verpasste hiermit den vierten WTA-Challenger-Titel ihrer Karriere nach Bari 2022, Florianópolis 2025 und Tolentino 2026. Trotzdem rücken für sie, gleich zu Beginn ihrer Südamerika-Tournee, eine erhoffte Rückkehr unter die Top 100 der Welt und dadurch ein Platz im Hauptfeld der Australian Open 2027 wieder deutlich näher. Sie nimmt im Liveranking nun Position 111 ein. Weiter geht’s für den Schützling von Günter Bresnik kommende Woche im kolumbianischen Cali, gleichfalls ein WTA-125-Challenger auf Sand.
Grabher hatte im brasilianischen Bundesstaat Paraná zuvor vier Siege verbucht. In den ersten drei Matches hatte sie dabei beinhart zu kämpfen gehabt, die etlichen kniffligen Situationen aber mit Bravour gemeistert. So hatte sie die Lokalmatadorin Carolina Alves (WTA 309) mit 7:5, 7:6 (1), die Ex-Weltranglisten-71. María Lourdes Carlé aus Argentinien (WTA 239) mit 7:5, 7:5 und die fünftgereihte Spanierin Leyre Romero Gormaz (WTA 131) mit 1:6, 6:4, 7:5 in die Schranken gewiesen. Im Halbfinale war es ihr beim 6:3, 6:3 gegen die siebtpositionierte Argentinierin Julia Riera (WTA 140), ehemals Nummer 93 der Welt, etwas leichter von der Hand gegangen. Die Finalpartie wurde aus Grabhers Sicht leider zum Spiel der vergebenen Chancen. Sie lag gegen Tubello bereits haushoch mit 6:3, 4:0 und 40:15 bei eigenem Aufschlag voran, verabsäumte es jedoch, den Sack zuzumachen. Im Tiebreak des zweiten Satzes führte die Dornbirnerin mit 4:2 und im dritten Abschnitt 1:0 mit Break und 3:1, samt zwei Möglichkeiten zum Doppelbreak. Bei 3:3 blieb ein 0:40 und ein vierter Breakball ungenützt. Aus einem 3:5 machte Grabher durch einen starken Zwischenspurt noch ein 6:5 und servierte bei dem Stand gar auf den Sieg, doch Tubello gewann elf der letzten 13 Punkte und damit das Turnier.