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Österreichische Rollstuhl-Staatsmeisterschaften 2020

TC Warmbad-Villach, Warmbachweg 16, 9504 Warmbad

von links vorne: Nico Langmann u. Christina Pesendorfer, hinten: Hugo Fürstler, Christina Toth und Gernot Dreier

Von Freitag bis Sonntag letzter Woche fanden beim TC Warmbad-Villach die Österreichischen Staatsmeisterschaften im Rollstuhltennis statt. Insgesamt 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kämpften an den 3 Turniertagen um die begehrten Titel im Damen Einzel, Herren Einzel und Herren Doppel. Auch wenn sich das Wetter am Samstag nicht von seiner Schokoladenseite zeigte, konnte an den anderen beiden Tagen bei makellosem Sonnenschein auf der wunderschönen, barrierefreien Anlage der Familie Maierhofer/Winkler, um jeden Ball gekämpft werden.
Im Damenbewerb konnte sich die für Salzburg spielende Christina Pesendorfer Nr. 103 der Weltrangliste über ihren ersten Staatsmeistertitel freuen. In einem spannenden Endspiel setzte sich die Oberösterreicherin gegen derTitelverteidigerin Margrit Fink ehem. Nr. 7 der Welt, aus der Steiermark in zwei Sätzen mit 6:1 und 7:5 durch.
Bei den Herren kam es zum wiederholten Mal zu einem Generationenduell zwischen dem routinierten Tiroler Martin Legner bestes Ranking Nr.4 der Weltrangliste, und dem jungen Wiener Nico Langmann. Ähnlich dem Wetter, war auch das Finalspiel von Hochs und Tiefs auf beiden Seiten geprägt. Am Ende hatte schließlich doch der Jungstar Nico Langmann die Nase vorne. Nach Satzrückstand und 4:0 Führung für Legner im zweiten Satz, konnte Langmann das Match doch noch drehen und verteidigte seinen Titel in spektakulärer Weise mit 6:7, 6:4, 6:3. „ Bei diesem Stand sah ich mich schon weinend unter der Dusche“ sagte der überglückliche Staatsmeister beim Siegerinterview.
Für Legner gab es im Anschluss nur eine kurze Verschnaufpause, denn gleich darauf galt es, gemeinsamen mit seinem Partner Josef Riegler aus Niederösterreich, das Doppel-Finale gegen die Titelverteidiger Thomas Flax (Vorarlberg) und Thomas Mossier (Steiermark) zu bestreiten. Die Paarung Legner/Riegler gewann dieses letzte Spiel des Turniers klar mit 6:4 und 6:4 und sorgte damit für eine kleine Wiedergutmachung für die Rollstuhltennis Legende Legner.
Aus Kärntner Sicht zeigte der junge Martin Strassnig groß auf. Mit einem Erstrunden-Sieg bewies der 18-jährige, der regelmäßig in Warmbad trainiert, dass mit ihm in Zukunft durchaus zu rechnen ist.
Corona zum Trotz konnten sich die Organisatoren des Österreichischen Behindertensportverbands (ÖBSV) in Kooperation mit dem Österreichischen Tennisverband (ÖTV) dem Kärntner Tennisverband und Kärnten Sport, über eine sehr gelungene Veranstaltung freuen. Die Sportlerinnen und Sportler genossen den Aufenthalt sichtlich und waren sicher nicht das letzte Mal in Kärnten zu Gast.

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